„Im Senior Living sollten Smart-Home-Systeme eine unterstützende Infrastruktur sein“ – Ein Q&A mit Jürgen Langenhorst, Gira

Lächelnder Mann rechts vor einem hellblauen Verlaufshintergrund; Zitat über Smart-Home-Infrastruktur.

Smart-Home-Technologien können das Leben im Alter enorm bereichern – wenn Technik sich selbstverständlich in den Alltag einfügt. Sie muss nicht sichtbar sein, um zu unterstützen. Je intuitiver sie funktioniert, desto größer ist ihr Mehrwert.

Gira verfolgt genau diesen Ansatz: Seit Jahrzehnten entstehen Lösungen, die Sicherheit, Komfort und Selbstständigkeit in den Mittelpunkt stellen – ohne Technik in den Vordergrund zu rücken. Smart-Home-Systeme werden zur leisen Infrastruktur im Hintergrund, die den Alltag unterstützt, ohne ihn zu verändern.

Wir haben mit Jürgen Langenhorst, Key Account Projektmanager bei Gira, darüber gesprochen, wie Smart-Home-Lösungen im Senior Living heute gedacht werden sollten – und warum Einfachheit der Schlüssel zu echter Akzeptanz ist.

Wie können Smart-Home-Systeme das selbständige Leben im Alter erleichtern, ohne dass die Technik kompliziert wirkt?

Jürgen Langenhorst:
Die passende Usability ist entscheidend. Im Idealfall merkt man nicht einmal, dass ein Schalter ‚smart‘ ist – Licht an, Licht aus, fertig. Komplizierte Systeme führen schnell zu Frust. Im Senior Living sollten Smart-Home-Systeme eine unterstützende Infrastruktur sein: Sie bieten Sicherheit, erhalten Autonomie und erleichtern den Alltag.

Die größte Rolle spielt dabei Sicherheit: Sturz- und Orientierungssicherheit, Gefahren durch Haushalt und Technik sowie das beruhigende Gefühl, dass im Hintergrund alles stimmt. Ziel ist, kritische Situationen zu vermeiden, bevor sie entstehen. Wer möchte, kann sein Smartphone als Fernbedienung nutzen – aber muss es nicht.

Welche Gira-Lösungen haben sich in Senior-Living-Projekten besonders bewährt?

Jürgen Langenhorst:
Gira steht für Universal Design. Unsere Produkte funktionieren für alle Altersgruppen, ohne ‚Sondertechnik‘ zu benötigen. Der Schalter bleibt der Schalter, ob man fünf Jahre oder neunzig Jahre alt ist.

Besonders bewährt haben sich unsere Smart-Home-Server. Der Gira HomeServer ist seit über 25 Jahren Maßstab für KNX-Systeme. Je nach Konfiguration lassen sich auch spezielle Lösungen für Senior Living realisieren – von Sicherheit über Komfort bis zur individuellen Unterstützung.“

Nahaufnahme einer Person, die ein Smartphone bedient und ein Kreisdiagramm auf dem Display sieht.

Wie lassen sich Smart-Home-Lösungen so gestalten, dass Architekten, Betreiber und Bewohner gleichermaßen profitieren?

Jürgen Langenhorst:
„Der Schlüssel liegt in der Integration in Architektur, Betrieb und Nutzung. Werden Smart-Home-Technologien frühzeitig geplant, können sie Teil des Raumkonzepts werden, ohne dieses einzuschränken.

Für Architekten: Reduzierte, multifunktionale Bedienelemente, klare Systemlogik, keine Insellösungen. Zeitloses Design, das sich in jede Ästhetik einfügt.
Für Betreiber: Standardisierte Systeme senken Wartungs- und Betriebskosten, zentrale Überwachung der Technik ermöglicht eine vorausschauende Instandhaltung, modulare Erweiterungen und offene technische Schnittstellen sichern die Zukunftsfähigkeit.
Für Bewohner: Ergonomie, Selbstbestimmtheit aus Sicht des Nutzers, intuitive Bedienung, Anpassung an Lebensphasen, Komfort und Sicherheit – ohne Technikstress. Erfolgreiche Konzepte basieren auf offenen Standards, klaren Funktionspaketen und Nutzerzufriedenheit. Technik arbeitet im Hintergrund – und erklärt sich selbst.“

Ältere Frau sitzt entspannt auf dem Sofa und nutzt Tablet; Wandpanel zur Türkommunikation mit Display.

Das Gespräch mit Jürgen Langenhorst zeigt: Smart-Home-Technologien im Senior Living funktionieren dann besonders gut, wenn Technik den Menschen unterstützt, statt zu dominieren. Sicherheit, Komfort und intuitive Bedienung schaffen Freiräume – für soziale Aktivitäten, Hobbys und das, was das Leben wirklich lebenswert macht. So entstehen Wohnformen, in denen Technologie unsichtbar, aber verlässlich ist – ein Ansatz, der Senior Living nicht nur sicher, sondern auch lebensfroh und zukunftsfähig macht.

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